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Phaseolus vulgaris: großes Durcheinander

von Deborah Collins

 

Eine Frau Mitte fünfzig kommt zur Beratung wegen chronischer Müdigkeit, mit der sie seit vielen Jahren zu kämpfen hat. Sie sucht verschiedene alternative Ärzte auf und konsultiert Psychotherapeuten, um Einblick in ihre vielen Probleme zu gewinnen; außerdem verfügt sie über eine große Auswahl von Selbsthilfe-Büchern. Es ist schwer zu unterscheiden, was wirklich ihre eigene Erfahrung ist und was sie sich aus Büchern angelesen hat, da sie - wie sie es darstellt - von ihrem eigenen Selbst abgekoppelt ist. Sie hat einen großen Stapel von Unterlagen aus einer früheren Behandlung bei einem anderen Homöopathen dabei. Die folgenden Ausführungen sind eine Zusammenstellung aus meinen und seinen Notizen, denn die Themen und sogar der genaue Wortlaut sind über die Jahre unverändert geblieben.

“Ich bin so müde, dass ich morgens kaum aufstehen kann. Ich wache nachts auf und kann nicht wieder einschlafen; dann bin ich den ganzen Tag müde. Ich habe keine Kraft, keinen Antrieb, keine sexuelle Energie und keine Freude. Ich bin lebensmüde; ich glaube kaum, dass ich jemals wirklich hier sein wollte. Ich habe mein ganzes Leben „außer mir gelebt“, aber jetzt ist es auch so nicht mehr sicher. Ich betreibe eine Menge geistige Arbeit zur Entwicklung und Umsetzung meiner eigenen Aktivitäten. Ich bin so sensibel und intuitiv; ich spüre die Emotionen der anderen Menschen und manchmal kann ich kaum unterscheiden was denn nun meine eigenen Gefühle sind. Ich bin jemand, der gerne gibt; ich weiß nicht, wie man es macht, nicht so viel zu geben und wie ich etwas für mich behalten kann.

Es gibt so viel Missbrauch und Trauma in meinem Leben. Ich glaube, ich bin von meinem Vater verführt worden, als ich jung war. Meine Schwestern mögen mich nicht und akzeptieren mich nicht als Familienmitglied; wir hatten große Auseinandersetzungen wegen Mutters Erbe, obwohl ich die einzige bin, die sich um sie gekümmert hat. Das Leben ist schrecklich, hart, einsam und kalt. Die Art, wie Menschen behandelt werden, ist entsetzlich. Ich hasse diese Ungerechtigkeit überall auf der Welt. Ich kämpfe, aber meine Stimme wird nicht gehört. Wie kann die Welt so schlecht zu mir sein, wo ich doch so viel für die Welt getan habe? Ich fühle mich machtlos in meinem Leben. Ich habe eine Abhandlung über „die Scham“  geschrieben. Ich habe das Gefühl, dass ich so beschämt worden bin, dass ich kaum noch existiere. Ich bin so ein Versager. Ich möchte stark sein, selbstbewusst, möchte etwas erreichen und glücklich sein, aber ich kann nur so tun - in der Hoffnung, dass es niemand merkt. Ich bin kritisch und urteile hart, und ich hasse mich dafür, dass ich so bin. Mein Leben ist mühsam, ein ständiger Kampf.

Mein Geist ist erschöpft und arbeitet nicht mehr richtig. Ich bin konfus, als ob ich mich im Zeitlupentempo bewegen würde. Ich bin zerstreut, gespalten, außer Kontrolle, chaotisch, als ob ich den Verstand verliere. Ich habe Angst, dass ich noch mal in der Irrenanstalt lande. Meine Lebensgeschichte ist ein einziges „Chaos“. Ich fürchte, dass ich durchdrehe, mich in meine Bestandteile auflöse und zerfalle. Ich bin von mir selbst getrennt, abgespalten, es ist alles ein Riesen-Durcheinander. Zu vieles Denken hat sich in eine Unfähigkeit, überhaupt zu denken, verkehrt. Mein Verstand friert ein, es entsteht eine komplette Leere, wenn ich z.B. vor einer Gruppe sprechen will. Wenn ich gestresst bin, fühle ich mich losgelöst von meiner Umgebung, als ob ich meinen Körper verlassen hätte. Wenn ich Anweisungen geben soll, bin ich so klar wie Schlamm. Da der organisatorische Teil meiner Seele nicht funktioniert, gerate ich in Panik und treffe falsche Entscheidungen. Ich weiß nicht mehr, wie ich meine Finanzen verwalten soll oder gar wie man ein Rezept zusammenstellt. Ich weiß nicht, wie lange die Gerichte kochen müssen, oder wie man es schafft, alles zur gleichen Zeit fertig zu haben. Jede Arbeit ist für mich mit Anstrengung verbunden, weil ich nie weiß, ob mein Gehirn „einfrieren“ wird. Ich kann doch in der Welt gar nicht zurecht kommen, wenn mein Verstand nicht funktioniert.

Ich befinde mich in einem finanziellen Schlamassel, ich gerate immer tiefer in ein Loch hinein und komme da nicht mehr heraus. Ich besitze drei verschiedene Anwesen, aber trotzdem habe ich kaum noch Geld. Ich schlafe bei verschiedenen Freunden auf dem Fußboden, damit ich mein Wohneigentum vermieten kann. Ich habe eine Menge Geld durch schlechte Anlagen verloren; ich habe z.B. Häuser renoviert, die ich besser hätte abreißen lassen. Ich hätte sie wahrscheinlich verkaufen sollen, dann hätte ich jetzt Geld auf der Bank, aber man weiß ja nie, ob die Bank vielleicht pleite macht. Meine Häuser stehen nah am Wasser; sie könnten von einem Tsunami hinweg gefegt werden und dann hätte ich gar nichts mehr. Es gibt überhaupt keine Sicherheit, alles kann im Jahr 2012 zusammen brechen. Ich arbeite nur Teilzeit (als Schul-Beraterin), aber ich schaffe das kaum noch; ich bin die ganze Zeit krankgeschrieben. Ich kaufe immer nur Second-hand-Kleidung, unabhängig davon, wie viel Geld ich habe. Ich trage immer nur alte Kleider und es ist mir egal, wie ich aussehe.

Ich lebe fast immer in Angst. Die Panik überkommt mich in Wellen. Unerwartete Geräusche erschrecken mich, ich springe vor Schreck auf. Ich habe das Gefühl, ich muss in einem früheren Leben lebendig begraben worden sein, ich muss vergast oder zu Tode gefoltert worden sein. Ich hasse es, angebunden zu sein; der Gedanke, ein Kind anzubinden, so dass es sich nicht mehr bewegen kann, ist schrecklich für mich. Ich fühle mich an meinen Ex-Mann gebunden, obwohl wir schon seit Jahren geschieden sind.

Ich frage mich immer, ob ich auch MS bekommen werde, wie meine beiden Schwestern. Ich fühle ein Kribbeln in den Händen; meine Sprache ist zuweilen undeutlich und im linken Arm habe ich keine Kraft; er ist ganz gefühllos.

Meine Verdauung ist katastrophal. Ich ziehe keine Nährstoffe aus der Nahrung, die ich zu mir nehme, und manchmal erbreche ich alles halb verdaut wieder. Mein Bauch bläht sich auf, sobald ich Zucker, Hefe oder Gluten esse; darum esse ich kein Brot und keine Nachspeisen. Es heißt, dass ich eine schwere Candida-Infektion habe. Manchmal denke ich, ich bin magersüchtig, ich kann nicht einmal mehr das Essen in den Mund schieben. Mein Gaumen juckt fast immer und die Nebenhöhlen sind verstopft. Ich habe so viel Geld in meine Zähne investiert und sie gehen trotzdem immer mehr kaputt; ich knirsche nachts mit den Zähnen. Ich habe Schmerzen in der Gegend meines Herz-Chakras, und meine Lungen fühlen sich an, als hätte ich Lungenkrebs:“

Im Lauf der Jahre waren verschiedene scheinbar passende Mittel gegeben worden - mit wenig oder gar keinem Erfolg. Nur dadurch, dass der Fall erneut aufgenommen wurde, kam das Thema Leguminosen zum Vorschein, obwohl es die ganze Zeit da gewesen war: das Gefühl eines Mangels auf allen Ebenen. Es gab keine Freude und es fehlte die Fähigkeit, mögliche Ressourcen zu nutzen, z.B. in Bezug auf Nahrung oder Geld.

Die Welt fühlte sich hart und rau an, und sie fühlte sich machtlos in ihr. Sie schottete sich von der Welt ab und geriet in ein Chaos von Verwirrung und Hilflosigkeit. Das Wort „gespalten“, das sie viele Male wiederholte, erinnerte mich an die Bohnen und Erbsen, die in zwei Hälften geteilt sind. Sie äußerte „Spaltung“ bzw. „Trennung“ in vielen Variationen, der Trennung von ihrem inneren Selbst und die Flucht aus einer Welt, die sie als zu hart empfand. Die Polarität zu den Begriffen „Bindung“ oder „gebunden sein“ war offensichtlich, und kam z.B. auch in ihrer Abneigung gegen das Gefühl, in irgendeiner Weise gebunden zu sein und ihren Versuchen sich „zusammen zu reißen“ zum Ausdruck.

Rajan Sanakaran und Jan Scholten beschreiben die Leguminosen in ähnlichen Worten: sie haben zu tun mit einer Spaltung zwischen dem Wunsch nach Freude und Leichtigkeit und der Unfähigkeit, diese zu erreichen. Die Situation meiner Patientin erinnerte mich an Jans Phaseolus-Fall „Wütend und müde“ und so verschrieb ich Phaseolus C 200.

Innerhalb von sechs Wochen machte sie eine dramatische Veränderung durch: „Es hat sich etwas getan! Direkt nach der Mittelgabe empfand ich eine stärkere Müdigkeit als sonst und ich bekam starken Durchfall, aber seither hat sich alles gebessert. Auch meine geistigen Fähigkeiten haben sich verbessert. Ich habe mir noch einen Monat lang Sorgen gemacht, ob ich es wirklich schaffe, aber meine Energie ist ausgezeichnet. Ich war die beste der Klasse! Mein seelisches und geistiges Befinden ist viel besser geworden, die Spaltung ist aufgehoben und ich fühle mich stabil.

Die linke Seite meines Gehirns, die rationale Seite, war nicht mit der rechten Seite verbunden und ich wollte sie immer zusammen bringen, jetzt funktioniert es endlich! Mein Gedächtnis ist besser geworden und ich kann kochen, ohne mich zu fragen, was ich da mache. Meine Koordinationsfähigkeit hat sich auch verbessert. Ich merke es z.B. beim Staubsaugen, ich stoße nicht mehr an die Möbel, ich bin mehr präsent und arbeite effizienter. Mein linkes Ohr ist nicht mehr verstopft, aber die linke Seite meines Kopfes ist noch empfindlich. Ich habe so viel Energie, dass ich sogar mit dem Rudern angefangen habe!“

Ich befragte sie über die Rolle von Hülsenfrüchten in ihrer Ernährung: „Ich mag sie, aber früher konnte ich sie kaum vertragen. Jetzt kann ich sie problemlos essen.”

Follow-ups
Während der folgenden Monate schritt die Besserung noch weiter fort: „Mein Geist funktioniert immer besser, mein Gehirn fühlt sich mehr zentriert an. Früher fühlte sich die linke Seite meines Gehirns wie tot an; ich musste mich immer anstrengen, um diese Gehirnhälfte zum Arbeiten zu bringen, musste mich zusammenreißen. Jetzt kann ich ‚direkt vorwärts’ denken. Ich bin nicht mehr so benebelt und kann mich bei Gesprächen besser konzentrieren.“

Wie geht es dir körperlich? „Ich habe noch immer ab und zu ein Taubheitsgefühl in der Hand, aber nicht mehr so oft. Mein Stuhlgang ist regelmäßig und ich kann viele Nahrungsmittel essen, die ich vorher nicht vertragen konnte, wie z.B. Brot. Meine Nebenhöhlen sind frei und mein Zahnfleisch ist nicht mehr so empfindlich.“

Ein Jahr später erzählt sie: „Früher habe ich mich mit starken Menschen verglichen und dann fühlte ich mich minderwertig. Jetzt schaue ich mir die Leute um mich herum an, vor denen ich mich gefürchtet hatte, und stelle fest, dass sie in Wirklichkeit gar nicht so stark und mächtig sind. Ich hänge nicht mehr so in der Vergangenheit fest. Ich grüble weniger und schlafe besser. Ich miste meine alten Kleider aus und kaufe neue.“

Ihre Energie verbessert sich kontinuierlich, ebenso ihre Konzentrationsfähigkeit. Sie hat keine Angst mehr vor Multipler Sklerose, seit das Kribbeln und die Kraftlosigkeit verschwunden sind. „Ich weiß nicht, wo ich jetzt ohne dieses Mittel stehen würde, ich war in einem solchen Schlamassel. Jetzt kriege ich mein Leben wieder auf die Reihe.“

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Kategorie: Fälle
Stichwörter: chronische Müdigkeit, Armut, Freudlosigkeit, Spaltung, Konzentrationsschwäche
Mittel: Phaseolus vulgaris

 




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