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Hereinschleichen, um etwas von Mamas Milch zu stehlen: ein Fall von Lac lupinum

 

von Pat Deacon

 

Anmerkung des Autors: Ich hatte Mühe, den Umfang dieses Artikels in unserem redaktionellen Grenzen zu halten; daher habe ich, um Wörter zu sparen, die Rubriken und Referenzen, die - rückblickend betrachtet - sowohl den Fall als auch das Mittel des Patienten widerspiegeln, in Klammern gesetzt und fett gedruckt. Ich habe die neueste Ausgabe von Reference Works benutzt. Alle nicht-markierten Rubriken sind aus dem Complete Repertory von Roger van Zandvoort und / oder aus Complete Dynamics.

Ich behandle den jetzt sechsjährigen Zack seit dreieinhalb Jahren. Er ist ein schönes Kind mit dunklem Lockenkopf und dunkelbraunen Augen mit langen Wimpern. Wenn er lächelt, scheint sich der ganze Raum zu erhellen. Er ist ein sehr ernstes Kind (Ernsthaftigkeit) mit einem frühreifen und umfangreichen Vokabular, aber mit gewissen Sprachschwierigkeiten (weshalb er zum Logopäden geht).

Bei unserem ersten Termin fielen mir jedoch vor allem sein Schmollmund, sein Stirnrunzeln und sein missbilligender Blick auf (Unzufriedenheit mit allem: Unzufriedenheit mit anderen). Während ich mit seiner Mutter sprach, streifte er Begleitung seines Vaters ruhelos umher, den Flur hinunter und in die anderen Klinikzimmer hinein und wieder heraus. Seine Mutter sagt, dass er zu Hause still sitzt, mit seinem Spielzeug spielt und Bücher liest (Verlangen zu sitzen. Herrick: Ruhig). Er LIEBT Musik (Wut: besser durch Musik>). Er war nicht interessiert am Kontakt mit mir und behandelte mich wie einen „Außenseiter“ (kritisch; argwöhnisch; Wahnvorstellungen: Außenseiter).

Zacks Hauptproblem war eine schwere Verdauungsstörung – die mir ähnlich wie eine frühe Colitis ulcerosa erschien. Er war sehr hungrig, konnte aber gefahrlos nur sechs Nahrungsmittel essen. Schon die geringste Unvorsichtigkeit verursachte starke Schmerzen (Bauchschmerzen, unmittelbar nach dem Essen). Als Baby hatte er häufig Koliken. Er spuckte jedes Essen aus und krümmte sich. Tatsächlich stillte seine Mutter ihn in dieser Lage! Wenn er (oder seine Mutter) ein Lebensmittel aß, auf das er empfindlich war, litt er an den schrecklichsten krampfartigen Schmerzen (Rektum und Bauch: krampfartige Schmerzen); er war dann wegen der Schmerzen nachts lange wach (Rektum: Drang, in der Nacht; Geist und Gemüt: Umherwerfen im Schlaf). Sein Stuhl war dünn und schleimig und enthielt okkultes Blut. Sein Anus wurde feuerrot und brannte und juckte abwechselnd.

Auf seine erste Impfung reagierte er mit hohem Fieber und war 48 Stunden lang völlig lethargisch, woraufhin seine Eltern ihn nicht mehr impfen ließen.

Er zahnte früh unter großen Schmerzen und vermehrten Verdauungsproblemen (Mund: empfindlich, Zahnfleisch).

Seine Mutter hatte als junge Frau unter Essstörungen gelitten; diese verschwanden, als sie Zacks Vater kennen lernte, der gern leckere Mahlzeiten für sie zubereitete und sie überredete zu essen. Da Essen ein zentrales Thema in der Familie ist, war Zacks Zustand besonders stressig für seine Eltern. Er war ein sehr hungriges Kind, und sie hatten Schwierigkeiten, genug zu essen für ihn aufzutreiben (Herrick: Magen, gesteigerter Appetit). Seine Mutter sagte: „Wir möchten ihm das Gefühl geben, Teil einer größeren Esskultur zu sein.“ Auch in der Familie seines Vaters gab es Verdauungsstörungen; daher kochen sie ihr Essen meistens selbst, denn mehrere Familienmitgliedern sind empfindlich vor allem auf Fleisch und Fisch, wenn es eingefroren und nicht frisch ist. (Ich dachte, das ist ein interessantes Charakteristikum des „Tierreichs“ – der Bedarf nach frischem Fleisch und Fisch. Lebensmittelthema: Lacs).

Während der Schwangerschaft bekamen die Eltern gesagt, dass Zack einen „Fleck auf dem Herzen“ hätte – es stellte sich jedoch heraus, dass es nichts Schlimmes war. Seine Nahrungsmittelunverträglichkeiten erklärte der Kinderarzt als „genetisch bedingt“.

Seine Mutter hatte Anfälle von akuter Pankreatitis erlitten, seit sie Anfang 20 war und an chronischem Eisenmangel litt, was auch bei Zack der Fall war. Sie hatte mehrfach verstopfte Milchgänge gehabt, als sie ihn stillte, die stets auf Sulfur wieder frei wurden (Krista Heron sagt, dass Massimo Mangialavori mehrere Fälle von Pankreatitis mit diesem Mittel behandelt hat, dass auch Zack geholfen hat).

Das erste Mittel, das ich Zack verschrieb, war Jodum; ich ging nach Jan Scholtens Analyse vor: seine Eltern passen sehr gut in die Silber-Serie (Künstler, Schriftsteller), und ich spürte, dass auch er ein künstlerisches Temperament besaß. Jodum hat eine starke Beziehung zur Einwanderung (alle seine Großeltern sind europäische Einwanderer) und zum Essen. Auch seine Unruhe, seine Unzufriedenheit und sein Heißhunger passen zu Jodum.

Das Mittel tat ihm ein paar Monate lang gut, und wir kommen bei akuten Beschwerden auf es  zurück – bei Ohrenschmerzen, Husten oder schwierigem Verhalten. In anderen Situationen hat er auch gut auf Sulfur jodatum angesprochen (später wechselte ich zu Ferrum sulfuricum. Es gibt einen starken „Stadium 8“-Aspekt in seiner Persönlichkeit. Er ist eine WUCHT, kommandiert die Leute herum und kontrolliert seine Umgebung gern. Ich wechselte dann zu Ferrum, auch wegen seiner chronischen Anämie).

Nachdem er ein paar Monate Jod und Sulfur jodatum genommen hatte, hatte ich das Gefühl, dass er eine Nosode brauchte. Es kam Bewegung in die Sache – zum Erstaunen seiner Eltern - aber das genügte mir nicht, vor allem in Bezug auf das Verdauungssystem. Er hatte sein Lebensmittelspektrum erweitert, bekam aber immer noch Anfälle von Colitis. Ich versuchte es zunächst mit Tuberculinum bovinum; doch er blieb vor allem auf Kuhmilch allergisch. Dieses Mittel hat ihm kein bisschen geholfen.

Daraufhin gab ich Johneinum (eine Nosode, die aus einer Art Tuberkulose bei Tieren hergestellt wird - Louis Klein hat dieses Mittel geprüft und ihm ein Kapitel in seinem sehr empfehlenswerten Buch Miasmen und Nosoden: Band 1 gewidmet). Die Wirkung dieser Nosode war dramatisch. Nachdem er es in verschiedenen Potenzen in regelmäßigen Abständen 9 Monate lang genommen hatte, war Zacks Colitis im Grunde verschwunden.

 


Grauwolf

Nun konnte Zack die meisten Lebensmittel essen und war ernährungsmäßig nicht mehr so ​​abhängig von seiner Mutter, und sie hatte das Gefühlt, es sei an der Zeit, ihn zu entwöhnen. Sie und ihr Mann wollten unbedingt noch ein Kind. Dies war jedoch eine schmerzliche  Entscheidung sowohl für sie als auch für Zack, und sie hatten lange Gespräche darüber. Normalerweise würde ich Lac Humanum oder Lac maternum geben, um die Entwöhnung zu unterstützen. In diesem Fall ging es jedoch um eine andere Situation.

Zack und seine Mutter waren sehr stark mit ihrer Großfamilie verbunden und gehörten sozusagen zum Rudel. Zacks richtiger Name bedeutet auch „Wolf“ und seine Mutter nennt ihn ihr „kleines Wölfchen“. Daher verschrieb ich Lac lupinum. Es funktionierte gut und half Mutter und Sohn, ihre besondere Verbindung miteinander loszulassen.
 

Zwei Jahre später kontaktierte seine Mutter mich erneut wegen Problemen, die weder auf Ferrum Sulfuricum noch auf Sulfur jodatum reagiert hatten.

Zack bekam heftige Wutanfälle, bis zu 5 Mal am Tag. Sie brachen blitzartig aus, meist, wenn man „nein“ zu ihm sagte oder wenn er plötzlich mit Änderungen von Plänen konfrontiert wurde (Zorn, Angst, plötzlich, streitsüchtig; streitlustig in der Familie - Herrick).

Außerdem sagt er, dass er ständig Dinge verliert, sowohl zu Hause als auch in der Schule - etwa 5 Mal am Tag. Er verliert nicht nur seine eigenen Sachen, sondern auch die seiner Eltern (Herrick: Verwirrung, Desorganisation, verliert Dinge; Träume: Verliert ihre Geldbörse, verliert ihre Brieftasche; geht weg und lässt ihre Einkäufe liegen).

Alles, was die Großfamilie betrifft, berührt ihn sehr. Kürzlich hatte sein Großvater Herzprobleme, was ihn mehr aufregte, als ich es normalerweise bei Kindern erlebe. Er schläft tagelang schlecht, wenn Familienmitglieder, die bei ihnen zu Besuch gewesen sind, wieder abreisen.

Zack hatte in der Schule auch soziale Probleme. Er fühlte sich ausgeschlossen. Er wollte der Anführer sein, das Spiel bestimmen und auf einer Ebene mit den Stärksten und Beliebtesten der Klasse sein. Wenn er damit nicht durch kam, stand Zack auf, stellte sich allein außerhalb der Gruppe hin und sah traurig aus, wie sein Lehrer sagte. (Wahnvorstellung: ausgeschlossen, Opfer. Herrick: Es macht ihn wahnsinnig, was die Leute sagen, Gerechtigkeitsfanatiker, Herrick und andere - allgemeine Probleme in Bezug auf das „Rudel“).

Er erzählte seinen Eltern, er wollte unbedingt Milchprodukte essen, besonders Eiscreme von Kuhmilch und nicht von Ziegenmilch (Allgemein: Lebensmittel; Verlangen nach cremigen Nahrungsmitteln).

Er fragte seine Mutter, ob er ein Geschwisterchen bekommen könnte. Sie war überrascht, denn über dieses Thema sprach er nicht oft. Als sie fragte, warum, antwortete er: „Dann könnte ich mich in euer Bett zu schleichen, wenn du und Papa und das Baby schlafen, ich könnte unter die Decke kriechen und etwas von Mamas Milch stehlen!“ (Träume: vom Stehlen). Sie sagt, er habe seine Begeisterung für ihre Milch nie verloren und spreche immer noch gern von der Zeit, als er noch gestillt wurde. (Milchmittel, allgemein; Geist und Gemüt: Sentimental).

Als ich seine Mutter um Erlaubnis bat, über Zacks Fall schreiben zu dürfen, fügte sie noch die folgenden Kommentare hinzu:

„Seine Wutanfälle sind völlig verschwunden und es sind Charaktereigenschaften zurück gekommen, an die wir uns aus Zeiten erinnern, als Zack viel jünger war. Wie ich Ihnen schon sagte, waren Zacks Temperamentsausbrüche in den letzten 2 Jahren zunehmend an der Tagesordnung gewesen. Stattdessen wird Zack jetzt häufig von Schluchzen oder Weinen überwältigt. Mir ist aufgefallen, dass er genau den gleichen Gesichtsausdruck hat wie mit 19 Monaten. Es ist ein Ausdruck von extremem emotionalem Schmerz und Leid; er drückt ein Gefühle des Ungeliebt- und Verlassen-Seins aus. Bei mir bleibt Zack, aber sobald sein Vater auftaucht, läuft er weg und versteckt sich in einer Ecke oder in einem Schrank, oder er macht die Zimmertür zu.“

(Herrick: Weinen, weinerliche Stimmung. Wimmern. Wahnvorstellungen: Außenseiter, ausgeschlossen. Überempfindlichkeit. Milchmittel allgemein – fühlen sich verlassen).
(Heron: Orientierung - Mond – Nähe zur Mutter: Misstrauen gegenüber Männern).

Analyse

Zack geht es gut auf Lac lupinum. Er arbeitet sich rückwärts durch seine Themen - und diesmal werde ich bei dem Mittel bleiben, bis er es nicht mehr braucht. Ich glaube, ich hätte das vor 2 Jahren schon machen sollen, vielleicht sogar von Anfang an.

Ich glaube jedoch, dass die Johneinum-Nosode auf jeden Fall nötig war. Im Nachhinein denke ich, dass Zack zu diesem Zeitpunkt zeigte, dass er statt eines Mineralmittels nun ein Tiermittel  brauchte. Ein Mineralmittel (z. B. eins von den bereits gegebenen) kann jedoch später wieder benötigt werden.

Bei der Arbeit an diesem Artikel kam mir - vor allem im Hinblick auf die Verbindung mit der Pankreatitis – der Gedanke, dieses Mittel auch seiner Mutter zu geben.

Der Fall geht weiter ...

Pat Deacon lebt in Ottawa, Kanada. Sie hat dort eine Praxis, ebenso wie in Montreal und in Vancouver. Website: www.patdeacon.com
 

Fotos: Wikimedia Commons
Grauer Wolf, Gunnar Ries
Kategorien: Fälle
Stichwort: Colitis ulcerosa, Koliken, Probleme beim Zahnen, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Pankreatitis, streitsüchtig, Desorganisation, fühlt sich ausgeschlossen, Stehlen, Wutausbrüche, fühlt sich verlassen
Mittel: Ferrum sulfuricum, Jodum, Lac lupinum, Sulfur jodatum, Tuberculinum bovinum Kent




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