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Brachyglottis repens: drei Fälle

von Maarten van de Meer
 

Fall 1

Ein 45-jähriger Mann kommt wegen spastischer Darmbeschwerden, die in den letzten fünfzehn Jahren allmählich zugenommen haben. Verschlimmerung während des Essens, durch scharfes Essen, fette Speisen oder durch zu viel essen. Sein Bauch rumpelt, er hat Krämpfe und muss dann mit schwerem Durchfall sofort zur Toilette rennen, jede Veränderung seiner Ernährung kann Durchfall erzeugen. Er fragt sich ständig: „Ist alles in Ordnung?“ Er ist angespannt, hält fest und sucht nach Möglichkeiten, sich emotional mehr zu entspannen und lockerer zu werden.

Es macht ihm Schwierigkeiten irgendwo hinzugehen, mit dem Bus zu fahren oder zu einer Geburtstagsfeier zu gehen, weil so etwas Stress und Bauchschmerzen zur Folge haben könnte. Er fühlt sich am besten mit seiner täglichen Routine und möchte alles unter Kontrolle haben. Manchmal wagt er nicht, irgendwohin zu gehen. „Vielleicht hat diese Anspannung etwas mit dem Älterwerden zu tun, alles wird im Alter schlimmer. Früher habe ich mir nie Sorgen gemacht, ob alles in Ordnung ist.“ Er hat keine Hobbys, und Angeber kann er nicht leiden.

Er hatte Bursitis in der Schulter und am Handrücken und leidet an Heuschnupfen.

Zuvor hatte er Graphites bekommen, was etwas half, ihm aber einen entzündeten Gehörgang einbrachte. Dann wurde Allium cepa gegeben (Durchfall: Ernährungsumstellung; Allium cepa: Heuschnupfen). Das Mittel verbesserte die Gesamtsituation und wurde ein Jahr später wiederholt, dann noch einmal ein halbes Jahr später.

Zwei Jahre später treten die Beschwerden erneut auf. Inzwischen sind die Nasenpolypen entfernt worden. Er klagt über Müdigkeit, Schmerzen in der linken Backe und Ohrenschmerzen. Allium cepa besserte die Darm Probleme, aber nicht den Heuschnupfen und die Anspannung. Die Ohrenschmerzen (Infektion, Kinderkrankheit) waren der Grund, nach einem Mittel aus der Familie der Compositae Ausschau zu halten. Die Grundidee des Pflanzen-Systems wurde angewendet: Ohrenschmerzen: wahrscheinlich Compositae. Durchfall nach dem geringsten Ernährungsfehler: Brachyglottis.

Verordnung: Brachyglottis

Nach der Einnahme des Mittels rumpelt es heftig in seinem Darm; seither ist alles gut. Vier Monate später berichtet er, dass er nur noch selten Darmprobleme hat: „Ich habe einen Geburtstag und ein Grillfest überlebt! Es hat geholfen, perfekt! Nur noch, wenn ich zu viel und zu schnell esse, bekomme ich Bauchkrämpfe und muss auf die Toilette. Ich bin jetzt nicht mehr so nervös, wenn ich irgendwohin gehen muss.“

Er ist freundlich, ruhig, entspannt und überhaupt nicht mehr krank. Die Grasallergie ist verschwunden (zum Glück, da er mit Rasenmähern arbeitet!) und er hat keinen Heuschnupfen mehr.
Im Lauf der Zeit, als sich sein Darm weiterhin bessert, verschwinden seine negativen Erwartungen: „Es ist, wie es ist, ich mache mir keine Sorgen, esse was ich will, widme mich schönen Dingen und gehe meinen eigenen Weg!“
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Fall zwei

Ein zehnjähriges Mädchen hat Bauchschmerzen und Verstopfung. Ein Röntgenbild zeigt, dass ihr Darm aufgetrieben ist. Sie hat schon verschiedene Medikamente bekommen - als Baby hatte sie Dulcolax genommen und vor kurzem hat ihr der Kinderarzt Bioscodyl verschrieben.
In der Schule bekommt sie Panik, wenn sie unter Zeitdruck gerät, sie will nicht die Letzte in der Klasse sein, darum schreibt sie alles hin, was ihr gerade in den Sinn kommt.

Sie ist sehr begeisterungsfähig und kann sehr präsent sein, springen, reden und singen. Sie hat unruhige Beine und schiefe Zähne mit weißen Flecken. Sie ist sehr emotional, sie möchte eine Freundin haben und sie hat romantische Ideen. Sie liebt ihren Vater sehr und versteht sich gut mit ihm, obwohl er leicht ärgerlich wird, laut spricht und oft Befehle gibt. Beim Spielen nutzen ihre Freunde sie oft aus; sie tut alles für sie und räumt für sie auf. Später möchte sie Lehrerin werden, um dafür zu sorgen, dass die Kinder nicht so frech sind!

Sie hat Einschlafschwierigkeiten. Sie erinnert sich an einen schrecklichen Traum mit „80“ Händen.

Sie hat Probleme mit Wachstumsschmerzen, entzündeten Augen und Kopfschmerzen. Ihre Kopfhaut ist sehr empfindlich; es tut weh, wenn sie ihr Haar kämmt. Ihr Haar wächst nur langsam, und sie hat einen eingewachsenen Zehennagel.

Zeitweise bekam sie Wutanfälle und musste in die Jugendpsychiatrie. Sie war damals die Jüngste in der Gruppe und wurde gehänselt und obwohl sie so klein war, geschlagen und getreten.

In ihrer Kleinkindzeit hatten ihre Eltern Beziehungsprobleme, aber es ist nicht sicher, ob sie das mitgekriegt hat oder nicht, obwohl sie sich eindeutig von den Stimmungen ihrer Mutter beeinflussen lässt.

Verordnung: Magnesium muriaticum MK(1)

Nach der Mittelgabe wird sie ruhiger und das Abführmittel kann abgesetzt werden. Sie träumt davon, ins Wasser zu fallen und von einem Krokodil gefressen zu werden; oder ein Hai ist in ihrem Badewasser, eine Schlange verfolgt sie.

Sechs Monate später sehe ich sie wieder. Ihr Bauch ist hart, sie hat harten Stuhlgang und muss wieder Dulcolax nehmen. Sie ist reizbar, leicht verärgert, übermäßig empfindlich, und nimmt alles krumm. Die Quälgeister der Klasse nennen sie „Heulsuse“. Sie ist klein und kindisch. Oft kreuzt sie die Arme und schaut wütend. Während der Beratung versteckt sie sich hinter einem Buch, sitzt steif und mit hochgezogenen Schultern da und oft sieht sie mich voller Unbehagen an, als ob sie getadelt werden würde. Es tut ihr noch immer weh, ihr Haar zu kämmen. Ihre Füße sind empfindlich und sie geht auf der Außenseite der Füße oder mit plattfüßigen Schritten.

Analyse:

Kindlich, sensibel, gebrochen: Composites.
Die Rubriken: Stuhl, Verstopfung, erfolgloser Drang wurden nach Composites durchsucht: Arnica, Brachyglottis, Eupatorium perfoliatium.

Themen:
Abhängigkeit vom Vater, Aggression, Bedrohung.

Verordnung: Brachyglottis

Innerhalb einer Woche geht es ihr viel besser. Ihre Stühle sind normal und der Umgang mit ihr ist angenehmer geworden. Sie ist liebenswürdig und versteht andere besser als je zuvor. Der Schmerz in ihrer Kopfhaut ist zurückgegangen, sie hat keine Beschwerden mehr. Ein halbes Jahr später hat sie einen Wachstumsschub und die Probleme mit dem Stuhlgang treten erneut auf, doch dies regelt sich von selbst ohne medikamentöse Intervention und ihr Verhalten bleibt einwandfrei. Etwa vier Jahre später geht es ihr nach Aussage ihrer Mutter immer noch gut.

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Fall drei

Ein dreizehn Jahre altes Mädchen hat seit dem letzten Jahr Probleme mit Bettnässen. Sie hat Einschlafschwierigkeiten und wacht dann gegen 3 Uhr auf, weil das Bett nass ist. Mehrmals wöchentlich leidet sie unter Übelkeit, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Das Ergebnis der Blutuntersuchung ist unauffällig. Manchmal, wenn sie aus der Schule kommt, tut ihr alles weh, als ob sie die Grippe hätte.

Sie hat das Gefühl, als ob sie zusammen bricht und hat Schmerzen in Armen, Beinen, Bauch und Kopf. Ihr Kopf hämmert, als ob das Blut nicht richtig fließt und sie leidet unter  Bauchkrämpfen und Übelkeit. Ein Schluck Wasser bessert, aber Essen verschlimmert. Die Beschwerden begannen, als ein Baby in der Familie starb, sie denkt viel darüber nach. Ihr Vater ist zu Hause, weil er wegen einer Rückenverletzung nicht arbeiten kann. Es geht ihm überhaupt nicht gut, er hat starke Schmerzen, leidet an Diabetes und ist mürrisch und dominant. Sie selbst ist wütend und trotzig und hat oft Streit mit ihrem Vater. Sie streitet sich auch viel mit einer Freundin - sie ist offenbar diejenige, die Streit anfängt. Zu Hause ist sie vorlaut, aber in der Schule wagt sie kaum den Mund zu öffnen. Sie kichert auf eine kindische Art und ist traurig, wenn sie in der Schule gehänselt wird. Sie ist das zweite Kind und will ihre ältere Schwester ausstechen. Sie versucht, mehr zu machen, als sie kann und beschwert sich, dass ihre Schwester alles darf und sie nicht. Sie hat sogar den Pullover ihrer Schwester mit einer Schere zerschnitten. Obwohl sie offenbar erwachsen sein und selbst entscheiden will, was sie tut, ist sie eindeutig noch ein Kind, wie ihr nervöses Kicherverhalten zeigt.

Sie erhält zunächst Solanum nigrum und ist daraufhin freundlicher und offener und hat mehr Lust, in die Schule zu gehen. Einen Monat später nässt sie aber immer noch in ihr Bett ein und die Streitereien in der Schule beginnen erneut. Sie will nicht mehr in die Schule gehen und bringt sich Schnittwunden bei, während ihre Eltern weg sind. Sie befindet sich in großen Konflikten mit ihrem Vater.

Verordnung: Brachyglottis

Einen Monat später ist sie wieder fröhlich und streitet nicht mehr. Sie ist wieder ein freundliches Kind, kein aufgeputztes Mädchen, das verzweifelt versucht, erwachsen zu sein. Zwei Jahre später ist sie, was das Bettnässen betrifft, nicht rückfällig geworden, obwohl es schwerwiegende Probleme in der Familie gab; die Eltern haben sich scheiden lassen. Sie begann, Drogen zu nehmen und sich selbst durch Schnitte zu verletzen. Diese Probleme wurden mit einem anderen Mittel erfolgreich behandelt.

 
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(1) C 1000 Korsakoff
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Kategorie: Fälle
Stichwörter: spastisches Kolon, Schleimbeutelentzündung, Ohrenschmerzen, Abhängigkeit vom Vater, Aggressionen, Gefühl von Bedrohung, Bettnässen
Mittel: Brachyglottis repanda bzw. Brachyglottis repens

 

 




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