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Hin gehen und ihm „den Kopf abbeißen“: ein Fall von Mantis religiosa

 
von Cynthia Shepard

Beschwerden: wenig Energie, angespannte, strapazierte Nerven, körperliche Erschöpfung, Reizbarkeit, Unentschlossenheit, ob sie ein zweites Kind bekommen soll.

Die 41-Jährige eröffnete die Beratung mit den Worten: „Meine Energie ist nicht so gut, wie sie früher war. Ich nehme jetzt Eisen und Vitamine für die Schwangerschaft. In meiner letzten Schwangerschaft ging es mir ausgezeichnet. Ich komme irgendwie durch den Tag, aber ich möchte mich vitaler fühlen. Ich habe nicht genug 'Power' zum Trainieren. Ich fühle mich unkreativ und ich habe das Gefühl, dass ich früher kreativer war. Mein Job beflügelt mich nicht gerade – ich fühle mich unkreativ, uninspiriert, und ziemlich DURCHSCHNITTLICH, und ich mag es nicht, mich durchschnittlich zu fühlen, ich möchte oben auf sein.“

Diese Frau ist an Erfolg gewöhnt. Sie hatte als Mittelstreckenläuferin an Wettbewerben teilgenommen, ein zweifaches Hochschulstudium abgeschlossen, und war eine hoch kompetente Medien-Beauftragte einer großen öffentlich-rechtlichen Organisation. Ihre Ausdauer und Genauigkeit waren nützlich für ihre Arbeit. Sie bezeichnete sich als ‚nicht gerade die Geduldigste’, und ich erkannte ihre scharfe Intelligenz und ihre schnelle Auffassungsgabe, verbunden mit einer geringen Toleranz gegenüber langsamer oder schlampiger Arbeit. Schnelles Urteil, direkter Kommentar und genaue Einschätzung - all das gehörte zu ihrer schnellen und intelligenten Arbeitsmentalität.

So stark ihr Selbstbewusstsein einmal gewesen sein mochte, es bekam einen schweren Schlag durch die Geburt ihres Sohnes. Sie sagte: „Ich hatte so eine schwere Zeit mit ihm, dass ich mich als Mutter völlig inkompetent fühlte." Sie beschrieb ihren Sohn als „schreckliches Kind“. Er war „hellwach, sobald er geboren war, und war die ganze Zeit superaufgeweckt und munter“. Man konnte ihn nicht ins Bettchen legen, sonst schrie er sich „die Seele aus dem Leib“ und gab keine Ruhe.

Mit dem Stillen klappte es zunächst nicht gut, bis endlich ein geeignetes Training half, das Still-Problem in Ordnung zu bringen; doch das kam leider so spät, dass die Mutter schon total verzagt war. Das Kind schlief nicht, wenn es nicht von ihr umher getragen wurde, und da sie ständig unter Schlafentzug litt, ging es mit ihrer Gesundheit bergab. Nach zweieinhalb Jahren Mutterschaft war sie, wie sie sagte „ein Wrack“. „In zweieinhalb Jahren bin ich von 30 zu (gefühlten) 60 Jahren gealtert – ich war völlig ausgepumpt, energie- und freudlos - es war einfach nur schrecklich.“

Zusammen mit ihrer Gesundheit litt ihre Ehe. Es gab Meinungsverschiedenheiten und Territorial-Kämpfe um die Erziehung des extrem unterstützungsbedürftigen Jungen. Seit sie wieder arbeitete, fühlte sie sich ermutigt, „wenigstens dort etwas tun und mich zumindest halbwegs kompetent fühlen zu können.“ Während sie aus der Perspektive ihres Chefs gut genug arbeitete, hatte sie innerlich das Gefühl: „Ich konnte mich kaum aufrecht halten.“

Mantis religiosa
Jetzt versucht sie sich zu entscheiden, „soll ich mich auf  meine Karriere konzentrieren ... oder will ich ein zweites Kind ...?“ Die Entscheidung wird noch komplizierter durch ihren schlechten Gesundheitszustand und ihre Erschöpfung, ihren selbst gemachten post-traumatischen Stress durch ihr erstes Kind (und die Angst vor einer möglichen Wiederholung), und ihre Bedenken wegen der mangelnden elterlichen Übereinstimmung mit ihrem Ehemann. Für ihr tägliches Leben aber war die wichtigste Veränderung, die sie anstrebte, mehr Geduld für ihren Sohn aufzubringen, dem Kind, von dem sie sich so gequält fühlte.

Ungefähr sechs Wochen vor unserem Termin verschrieb ich ihr Schokolade C  30, wodurch sich dann ein „Insektenmittel“ als ihr Simillimum herauskristallisierte. Nachdem sie Schokolade eingenommen hatte, berichtete sie: „Ich hatte gehofft, geduldiger mit meinem Sohn zu werden, und einerseits merkte ich, dass es auch ein bisschen ging ... aber manchmal war ich auch viel intoleranter gegenüber seinem Verhalten. Als er sich einmal total affenartig aufführte, hätte ich ihn... am liebsten erwürgt. Na ja, nicht wortwörtlich, aber ich konnte einfach überhaupt keine Toleranz mehr für ihn aufbringen, es war so nur wie „crrrrrh.“
Diese Frau spricht sehr ausdrucksvoll, und wenn sie ihre Frustration mit ihrem anspruchsvollen Sohn beschrieb, machte sie zahlreiche, ausdrucksstarke Handgesten – sie drehte die Handflächen nach oben und unten wie bei einer Waage, schnitt mit der Handkante in die Luft in einer schneidenden Bewegung, heftig packten ihre Finger zu, als ob sie jemand erwürgen wollte, und so weiter. Sie empfindet gleichzeitig eine starke Liebe zu ihren Sohn und totale Frustration.

Sie sprach davon, was für eine Herausforderung es für sie war, ihr frühreifes und unermüdliches Kind zu erziehen, das sie als „rauf und runter - engelsgleich und schrecklich“ beschreibt. Elternschaft ist, wenn es um Erziehung und Disziplin geht, niemals leicht. Für diese Frau entstanden Schwierigkeiten, weil ihre Erziehungsversuche nicht unterstützt, sondern von ihrem Ehemann manchmal sogar noch in Frage gestellt wurden – und das vor ihrem schlecht erzogenen Sohn.

Dazu sagte sie: „Ich meine, das ist völlig inadäquat, und es macht mich total verrückt!“ Als sie über ein zweites Kind nachdachte, fielen die Differenzen mit ihrem Mann auf der „Nein“-Seite schwer ins Gewicht. Ihr „Intensiv-Kind“ hatte die Nerven beider Eltern zerrüttet. Während sie in anderen Ebenen gut als Paar zusammen arbeiten, sagt sie über ihren Mann, wenn sie gestresst ist: „Wenn er mich reizt, dann er reizt er mich so heftig, dass ich denke, warum zur Hölle bin ich mit dir verheiratet? Du machst mich verrückt!“

Warum ist sie so wütend auf ihn? Sie ärgert sich auf verschiedenen Ebenen über ihren Mann, aber hauptsächlich fühlt sie sich von ihm nicht unterstützt. „Andererseits“, sagt sie, „ist er kein Verbrecher ...jeder würde sagen, dass er ein netter Kerl ist. Es ist nur ...es ist nur so, dass seine Art mir total auf die Nerven geht (bug the hell out of me).

Manchmal geht es gut, aber wenn er mich nervt, fühle ich mich wie „UGHHHH!“ Sie konnte ihre Gefühle nicht in Worte fassen. Ein Tier-ähnlicher Schrei schien sie am besten auszudrücken, und an dieser Stelle machte sie eine Geste mit dem ganzen Körper – sie wand sich in ihrem Sitz und schüttelte heftig die Arme, als ob sie etwas abschütteln wollte. „Manchmal habe ich das Gefühl, mit N. (ihrem Mann) verheiratet zu sein ist, wie wenn man ein Büßerhemd trägt – es kratzt ständig!“

Zeitweise ist das Wort Reizung bei weitem nicht stark genug, um ihren Zustand zu beschreiben. Das geschieht, wenn ihr Mann ihrer Ansicht nach „provokative Bemerkungen“ macht und sarkastisch wird. Sie sagt, dass er gern stichelt und Gift verspritzt. Und wie reagiert sie darauf? Sie sagt: „Es macht mich einfach wütend - meine Reaktion ist hinzugehen und ihm den Kopf abzubeißen!“

Ein kleines Malheur, der kürzlich passierte - ihr Sohn war in der Wanne ausgerutscht und hatte sich den Kopf gestoßen - brachte dieses Gefühl erneut hoch. Es kam zu Missverständnissen und gegenseitigem Unverständnis, und in der Hitze des Gefechts hatte sie eine Riesenwut auf ihren Mann. Nach einigem Nachdenken sagte sie über ihre Wut: „Ich glaube es war nicht angemessen - aber in diesem Moment hätte ich ihm am liebsten den Kopf abgerissen...“
Spätestens in diesem Moment war klar, dass sich diese Frau voll in einem Insekten-Zustand befand - im Insekten-Zustand einer Gottesanbeterin! Worüber redet sie? Sie ist gereizt. Ihr Mann reizt sie. Bestimmte Verhaltensweisen von ihm quälen sie bis zum Wahnsinn. Und was ist ihre ehrliche Antwort auf dieses sich gereizt und genervt fühlen? Wut! Sie würde „ihn am liebsten zerreißen“, ihm „den Kopf abbeißen“ oder „den Kopf abreißen“. Diese Vorstellungen brachten mich auf die Gottesanbeterin.

Die brutale Gewalt ihrer Wut erinnert an den sexuellen Kannibalismus dieses Insekts; sie spürt die extreme Gereiztheit nicht nur emotional, sondern auch körperlich - als müsse sie sich „aus einem „Büßerhemd heraus winden“. Dies spiegelt die Entwicklung von unreifen Gottesanbeterinnen wider, sie häuten sich sechs- oder sieben Mal (1) bevor sie geschlechtsreif werden.

Die derzeit vorliegenden Arzneimittellehren meinten, dass dieses Mittel die Anlage zu „Gefühllosigkeit und Hartherzigkeit“ habe, aber die extreme Wut und Reizbarkeit war nicht so gut beschrieben. Hautjucken wurde unter den körperlichen Beschwerden angegeben, aber es gab kaum bestätigende Rubriken für dieses relativ neue Mittel. Doch ihr Tier ähnliches Verhalten und ihr lebhafter Ausdruck zeigten ein so lebendiges Bild der Gottesanbeterin, dass die Verschreibung klar war. Wir begannen mit Mantis religiosa C 200, eine Einzelgabe.

Sechs Wochen später sah ich sie wieder und sie berichtete von einer dramatischen Veränderung. „Was immer Sie mir auch gegeben haben, es hat fantastisch gewirkt! Mir geht es so viel besser! Die unterschwellige extreme Reizung ... ist weg! Mein Sohn geht mir nicht mehr so auf die Nerven wie vorher. Und meine Gereiztheit über meinen Mann? Früher war sie hoch, jetzt ist sie sehr, sehr gering. Er nervt mich immer noch von Zeit zu Zeit, aber nicht annähernd im gleichen Maß. Ich fühle mich viel weicher und bin ganz glücklich. Es ist so eine Erleichterung!“

Das war eine dramatische Veränderung, und es interessierte mich, ob sie beschreiben könnte, wie sie von ihren früheren strapazierten Nerven  und ihrem extrem gereizten Zustand zu dieser „Erleichterung“ gekommen war. Ich hoffe, ihre Antwort kann die Art des Leidens von Mantis religiosa - Fällen deutlich machen. Sie sagte: „Es war wie etwas zu entwirren, wie feste Drähte zu lockern und zu lösen, und dann heraus zu kommen.

Ich kann es nicht anders sagen, aber nach zwei Wochen, sogar schon nach einer Woche, fühlte  ich mich leichter, ich kann es nur so beschreiben, ich bin nicht mehr so genervt, verstehen Sie?“ Als sie „genervt“ sagte, machte eine weitere Geste mit ihren ausdrucksstarken Händen - ein fester Griff, als ob sich all ihre Willenskraft in ihren unbarmherzig verkrampften Fingern konzentrierte.

Sie blieb fast ein Jahr bei diesem Mittel. Es traf ihren Zustand genau, und nach nur zwei Dosen war sie damit fertig. Das langfristige Ergebnis war sehr gut. Sie berichtete: „Ich fühle mich fast weich, was für mich unglaublich ist!“ (Sie lacht über sich selbst). Ihre Beziehungen wurden gesünder, und über ihren Sohn sagte sie: „Ich habe tatsächlich viel Freude an ihm ... Ich glaube, dass ist das, was man fühlen sollte, wenn man ein Baby hat, und ich habe das früher nie so empfunden. Er überrennt mich immer noch und redet wie ein Wasserfall, aber ich habe eine tiefe Zufriedenheit erreicht, die ich vorher nicht hatte.“

Sie fasste es lachend so zusammen: „Ich werde jederzeit mehr davon nehmen, es war wirklich gut – das beste Mittel, das ich je genommen habe! Was sie auch immer bei mir erkannt haben - Sie haben es auf den Punkt gebracht“ - hier machte sie eine andere Handgeste, zuerst hob sie den Finger, dann tippte sie damit an ihre Nase – „und das war genial. Vielen Dank!“
 
Cynthia Shepard lebt und praktiziert auf Vancouver Island in British Columbia, Kanada

Foto: shutterstock.com; © Sheldon Green - istock.com

Kategorie: Fälle
Schlüsselwörter: gereizt, genervt, Wut auf den Ehemann, Insekten, erschöpft, uninspiriert, Gottesanbeterin.
Mittel: Mantis religiosa


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(1) die geringere Zahl gilt für männliche, die höhere für weibliche Mantis

 




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